Einsatz inerter Naturgase

Die natürliche Atemluft des Menschen besteht zu 78 % aus Stickstoff und zu 21 % aus Sauerstoff (+ 1 % Edel- und andere Gase). Die gezielte Veränderung und Regulierung dieser atmosphärischen Parameter innerhalb eines luftdichten Raumes ist ein umweltfreundliches Instrumentarium der ökologischen Schädlingsbekämpfung.

Schädlingsbekämpfung durch Stickstoff

Stickstoff (N2) ist mit einem Anteil von circa 78 Prozent ein natürlicher Bestandteil unserer Atemluft. Das farb- und geruchslose Gas verhält sich völlig neutral und verursacht keinerlei chemische Rückstände oder Reaktionen am Behandlungsgut.

Zur Schädlingsbekämpfung wird durch Zuführung von Stickstoff eine nahezu 100prozentige Konzentration des Gases im Raum erreicht. Der lebensnotwendige  Sauerstoff wird dadurch verdrängt und sämtliche Schädlinge in allen Stadien (Ei, Larve, Puppe, adultes Tier) sterben ab.
Idealerweise erfolgt diese Behandlung in unserem eigens hierfür konstruierten mobilen Stickstoffbegasungscontainer APC art protect.

Zur Behandlung größeren Exponate oder Gebäudeteile werden diese durch speziell abgedichtete Folienzelte eingegrenzt.

Nach abgeschlossener Behandlung wird der eingesetzte Stickstoff wieder in die Atmosphäre entlassen. Es werden keinerlei negative Erscheinungen, wie die Zerstörung der Ozonschicht oder Verstärkung des Treibhauseffektes, begünstigt.

Schädlingsbekämpfung durch Kohlenstoffdioxid

Flüssiges Kohlendioxid: Trockeneis-Verfahren

Auch der Einsatz von flüssigem Kohlendioxid ist eine mobile, innovative und ökologische Technologie zur Bekämpfung von Schädlingen.
Das verflüssigte Kohlenstoffdioxid wird im Cryonite®-Verfahren durch Spezialdüsen als Trockeneisschnee versprüht. Die extreme Temperatur von rund minus 80 Grad in Verbindung mit der optimalen Partikelgröße des CO2-Schnees bewirkt im Kontakt mit den Schadinsekten das Absterben sämtlicher getroffenen Insekten in allen Stadien ihrer Entwicklung.

Der letale Faktor ist hierbei einzig die physikalische Wirkung des Schockgefrierens. 

Das Verfahren eignet sich insbesondere für sensible Bereiche in der Lebensmittelproduktion, in denen die Befallsherde zwar bekannt sind, die laufende Produktion jedoch nicht unterbrochen werden soll. Da CO2 nicht stromleitend ist, können auch elektrische Geräte bzw. Maschinen behandelt werden (Kondenswasserbildung ist zu vermeiden!).
Das rückstandsfreie Verfahren wirkt ohne Einsatz von Insektiziden und ist unschädlich für Menschen, Produktionsstoffe und Material.

Zeltbegasung mit Kohlendioxid (CO2-Begasung)

Die Zeltbegasung mit Kohlenstoffdioxid erfordert die Einhausung des befallenen Objektes. Hierzu werden gasdichte Spezialsperrfolien individuell geschnitten und verschweißt. Anschließend wird über Gasdruckbehälter Kohlendioxid eingeleitet.

Die letale Wirkung auf die Schadinsekten beruht auf zwei Faktoren:
Zum einen wirkt Kohlendioxid ab einer bestimmten Konzentration toxisch. Im körpereigenen Stoffwechsel der Schadinsekten reagiert CO2 zu Kohlensäure. Die entstehende Übersäuerung der Zellen bewirkt das Absterben der Tiere in allen Lebensstadien.
Hinzu kommt die Verdrängung des lebensnotwendigen Sauerstoffes im Behandlungsbereich.

Erforderlich ist eine Kohlendioxidkonzentration von rund 60 Prozent und eine Mindestraumtemperatur von etwa 20 Grad Celsius. Die Dauer der Behandlung ist temperaturabhängig und liegt zwischen ein und vier Wochen.

Lassen Sie sich beraten:

Die Auswahl der effektivsten Behandlungsmethode und deren Einsatzart hängt ab von zahlreichen Parametern: Neben der Art des Schädlings müssen Art und Umfang des Behandlungsgutes und seine Empfindlichkeit gegen Einflüsse aller Art berücksichtigt werden, um eine Beeinträchtigung auszuschließen.

Umfangreiche Einsätze im Material- und Vorratsschutz und zahlreiche erfolgreiche Maßnahmen zum Erhalt von Kulturgütern sind unser Erfahrungsschatz, der uns hilft, auch für Ihr Problem die richtige Lösung zu finden.

Gern beraten wir Sie bei der Auswahl oder Kombination der optimalen Behandlungsmethode und erstellen ein unverbindliches Angebot.